Tapfer gekämpft, aber mit 0:3 verloren

Netzhoppers vergeben gegen die Berlin Volleys sieben Satzbälle

Es bleibt dabei: Die Netzhoppers können gegen die Berlin Volleys in deren Heimtempel, der Max-Schmeling-Halle, nicht gewinnen. Auch am Samstag siegte der Deutsche Meister dort vor 4571 Zuschauern mit 3:0 (25:18, 25:15, 33:31). In 28 Bundesliga-Berlin-Brandenburg-Derbys waren die KWer erst einmal erfolgreich – im Februar 2012 mit 3:2 in der LandkostArena. Eigentlich waren auch am Samstag die Rollen klar verteilt. Zumal die Berliner die beiden vorherigen Spiele in dieser Saison – erst in der Liga, dann im Pokal – auch mit 3:0 für sich entscheiden konnten. Doch so klar wie es das Ergebnis ausdrückt, war der Sieg der Volleys nicht. Am Samstagabend führte der Favorit in den ersten beiden Sätzen schnell gegen den Außenseiter, der anfänglich sichtlich beeindruckt von der großen Kulisse war. Zudem machte die individuelle Klasse den Unterschied. Doch dann wehrten sich die Dahmeländer. Im 3. Satz drehten sie richtig auf. Vor allem der Kanadier Caesy Schouten sowie Ex-Nationalspieler Dirk Westphal setzten dem Gegner mit etlichen gelungenen Angriffsaktionen zu. Die Netzhoppers hatten beim Stand von 23:24 Satzball. Doch diesen und auch die nächsten sechs konnten sie nicht durchbringen. Sie verloren schließlich mit 31:33. „So einen Satz muss man eigentlich nach Hause bringen“, ärgerte sich kurzfristig Geschäftsführer Arvid Kinder. Doch der Ärger über den verpassten Satz wich schnell der Freude über die gute Mannschaftsleistung seines Teams. „Einen 33:31-Satz muss man gegen die Berliner in Berlin erst mal schaffen.“

Die Netzhoppers stehen weiterhin auf dem neunten Platz. Die Hoffnung auf die Play-Offs sind noch lange nicht begraben. „Wir haben Bühl vor uns und das deutlich schwerere Programm für den Rest der Saison, aber unmöglich ist es nicht“, so Trainer Mirko Culic. Die nächsten Spiele der Netzhoppers: Am morgigen 7.März geht es in Bestensee gegen den Tabellensiebenten, den Lederhosenklub Herrsching, am 16. März auswärts in Friedrichshafen und im wahrscheinlich letzten Spiel der Saison ist am 23. März der Sechste Frankfurt zu Gast. UR