TESLA macht nicht an der Kreisgrenze halt

SPD-Fraktion fordert Einbindung der Stadt Königs Wusterhausen
in die Abstimmung mit Oder-Spree

Die geplante TESLA-Ansiedlung in Grünheide beschäftigt auch die Bevölkerung in Wernsdorf. Das zeigte sich zum Beispiel bei der öffentlichen Fraktionssitzung der SPD-Stadtfraktion der Königs Wusterhausener Stadtverordnetenversammlung, die jüngst unter der Überschrift „Fraktion vor Ort“ im Ortsteil stattfand. Im Gespräch mit dem Ortsvorsteher und einigen Wernsdorferinnen und Wernsdorfern zu aktuellen Themen bildete die Entwicklung der Infrastruktur und die Verkehrssicherheit einen besonderen Schwerpunkt.

Dabei wurde auch deutlich, dass die Wernsdorferinnen und Wernsdorfer durch das neue Werk zur Produktion von Elektroautos eine stärkere Verkehrsbelastung in ihrem Ortsteil befürchten. „Es ist bisher wenigen bewusst, dass bei Verkehrsbehinderungen auf der A12 oder der A10 eine der wenigen Ausweichstrecken über die L30 durch Wernsdorf führt“, erklärt SPD-Frakionschef Ludwig Scheetz. „Deshalb haben wir Verständnis für die Befürchtungen. Wir befürworten die Ansiedlung und die einmalige Chance für die Wirtschaftsregion Berlin-Brandenburg, dennoch müssen die Fragen der Infrastruktur geklärt werden.“

Wichtig sei, die Stadt Königs Wusterhausen in die Abstimmungsrunden mit dem Landkreis Oder-Spree mit einzubinden. Mit diesem Anliegen hat sich die Fraktion an den Landrat des Nachbarkreises gewandt. „Die Auswirkungen der TESLA-Gigafactory machen nicht an der Kreisgrenze halt“, sagt Ludwig Scheetz. Deshalb solle insbesondere der Ortsteil Wernsdorf in die Umfeldbetrachtungen mit einbezogen werden. Seit einiger Zeit wird im Ortsteil auch über die Verkehrssicherheit diskutiert. Dazu liegen unterschiedliche Vorschläge auf dem Tisch. Sie reichen von der Wiederinbetriebnahme einer Ampel an der Kreuzung im Dorfkern über die Einrichtung eines Zebrastreifens bis hin zur Einführung einer grundsätzliche Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h im Ortskern. Die SPD befürwortet die Tempo 30-Variante, verweist aber auch darauf, dass die rechtlichen Hürden dafür hoch sind.

RED/ PI SPD