Totgesagte leben länger

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Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (Mitte) und Maros Sefcovic, Vizepräsident der EU-Kommission (links), am Lausitzring mit dem Leiter des DEKRA Technology Centers, Volker Noeske (rechts). Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/6647 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/DEKRA SE/Werner Popp, DEKRA"

Der Lausitzring wird zur Teststrecke für autonomes Fahren

Der Lausitzring wird zum unabhängigen Prüf- und Testzentrum für die automatisierte und vernetzte Mobilität der Zukunft ausgebaut. Die DEKRA wird dort in Zukunft flexible Citykurse, eine Reihe von Überlandstrecken sowie einen Autobahnabschnitt mit Anschlussstelle einrichten, um somit praxisnahe Szenarien für das autonome Fahren schaffen zu können. Darüber informierten sich unlängst Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und der Vizepräsidenten der EU-Kommission Maros Sefcovic bei einem Vor-Ort-Besuch in Klettwitz.

„Hier am Lausitzring stehen die Lichter auf Grün“, sagte der Landeschef während des Treffens. „Es geht hier um die automobile Zukunft für die ganze Welt. Ich bin froh, dass wir uns davon überzeugen konnten, welche Chancen die Entwicklung zur Test- und Rennstrecke für die Zukunft der Lausitz bietet. Das ist weit mehr, als der Lausitzring bisher im klassischen Sinne konnte.“ Auch der EU-Politiker zeigte sich beeindruckt. „Was wir hier an Tests und Innovationen gesehen haben, überzeugt mich, dass die Lausitz einen wichtigen Beitrag zur modernen Mobilität leisten wird“, erklärte Maros Sefcovic. Die beiden Gäste ließen sich die Vorhaben von Volker Noeske, dem Leiter des DEKRA Technology Centers am Lausitzring, erklären. „Automatisierung und Vernetzung sind schon heute die prägenden Themen in Sachen Mobilität“, so der Experte. „Dafür stellen wir uns als unabhängige Sachverständigenorganisation auf. Schon jetzt können wir am Lausitzring eine Vielzahl von Szenarien des automatisierten Fahrens abbilden und bauen das Portfolio kontinuierlich aus.“

Für die Szenarien des vernetzten Fahrens entwickelt DEKRA am eigenen Standort in Málaga entsprechende Technologien, insbesondere im WLAN-Bereich, die im nächsten Schritt auch in Klettwitz eingesetzt werden können. Außerdem hat DEKRA mit der Deutschen Telekom eine Kooperation vereinbart, die die modernste 4G- und 5G-Infrastruktur für die Teststrecke stellen wird. „Insgesamt entsteht so ein ideales Umfeld für Automobilhersteller und -zulieferer, aber auch für Hersteller von Kommunikationskomponenten, um intelligente Mobilität in realer Umgebung zu testen“, erklärt Noeske.

Neben den Investitionen in das Testgelände für automatisiertes und vernetztes Fahren wird zurzeit das Abgaslabor im DEKRA Technology Center ausgebaut. „Mit dem Bau von zwei zusätzlichen, hoch modernen Abgas-Rollenprüfständen reagieren wir auf die große Nachfrage unserer Kunden und verdoppeln unsere Kapazität“, so Volker Noeske. Geplant ist, dass die neuen Anlagen ab Herbst 2019 zur Verfügung stehen.

Schon jetzt sind auch diese zusätzlichen Kapazitäten bereits für mehrere Jahre nachgefragt. Allein für die Erweiterung des Abgaslabors liegt die Investitionssumme im zweistelligen Millionen-Bereich. Dabei entstehen mehr als zehn neue, hoch qualifizierte Arbeitsplätze am Standort Klettwitz.

RED / PI DEKRA

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