Umweltgerechte Mobilität

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Bei der Stadtradeln-Aktion werden Spaß und Nutzen des Radfahrens verbunden. Foto: Landkreis LDS

Fachkonferenz „FahrRad“ und Stadtradeln: LDS engagiert sich besonders für eine radfreundliche Infrastruktur

Das Land Brandenburg hat es sich in seiner Radverkehrsstrategie zum Ziel gemacht, den Verkehrsanteil des sogenannten Umweltverbundes – damit ist die Verknüpfung von Fußgänger-, Rad-, und öffentlichem Verkehr gemeint – bis 2030 auf über 50 Prozent zu erhöhen. Dies wurde auf der 4. Fachkonferenz „FahrRad“, die gerade in Eberswalde statt gefunden hat, noch einmal bekräftigt.

Für den Landrat von Dahme-Spreewald Stephan Loge sind fahrradfreundliche Kommunen eine Herzensangelegenheit. Er versprach in Eberswalde in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen Brandenburg, dass „mithilfe unseres gut aufgestellten Netzwerkes aus Städten und Landkreisen das Fahrrad als umweltfreundliches und gesundheitsförderndes Fortbewegungs- und Transportmittel in Brandenburg weiter gestärkt wird. Neben mehr Sicherheit im Radverkehr steht die Gewinnung weiterer Mitglieder im Vordergrund unserer Arbeit.“

Radwege, so hieß es auf der Konferenz, sind eine wichtige Voraussetzung, um den Umstieg vom Auto auf das Rad zu erleichtern. Neben dem weiteren Radwegebau will das Land die kombinierte Nutzung von Bahn und Rad noch stärker fördern, kündigte Verkehrsministerin Kathrin Schneider an. Außerdem wolle man Ideen unterstützen, die Spaß und Begeisterung am Radfahren wecken. Immerhin leiste eine radfreundliche Infrastruktur einen erheblichen Beitrag zu einer umweltgerechten Mobilität.

Durch Brandenburg verlaufen derzeit 17 der 51 deutschlandweiten Radrouten. Rund 25 Prozent der Urlaubsgäste fahren Rad und rund 850 Millionen Euro werden pro Jahr durch den Radtourismus im Land umgesetzt. Seit 1995 wurden allein an Bundes- und Landesstraßen 215 Millionen Euro in Radwege investiert. So konnten 2000 Kilometer straßenbegleitende Radwege gebaut werden. Mit weiteren Fördermitteln des Bundes und Landes im Umfang von 148 Millionen Euro entstand außerdem ein rund 7000 Kilometer langes touristisches Wegenetz für Radfahrende.

Passend zum Thema der Konferenz  ließen es sich in der vergangen Woche  mehr als 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der STADTRADELN-Auftaktveranstaltung des Landkreises LDS in Lübben trotz 32 Grad  nicht nehmen, für den Klimaschutz zu radeln. Mit dabei war wieder Landrat Stephan Loge und Bürgermeister Lars Kolan. „Im letzten Jahr war es für uns eine Premiere. Die Teilnehmer haben für den Landkreis 12758 Kilometer erradelt und damit 1811 Kilogramm CO2 eingespart. Dieses Ergebnis gilt es dieses Mal deutlich zu überschreiten“, spornte der Landrat Stephan Loge die Teilnehmer auf dem Lübbener Marktplatz an und trat natürlich selber mit in die Pedalen. Lars Kolan Bürgermeister der Stadt Lübben unterstützte die Aktion bereits kräftig durch seine Anreise mit dem Fahrrad von Golßen aus. „Am Ende werden die drei fahrradaktivsten Radler gekürt“, kündigte er an.

Angeführt vom Klimaschutzbeauftragten der Stadt Lübben Matthias Städter ging es auf eine 15-Kilometer-Tour rund um Lübben. Viele Teilnehmer ließen sich nach der Tour das Fahrrad von den Mitarbeitern der Polizei codieren. Zudem erhielten die Radler von den Kolleginnen des Gesundheitsamtes frisches Wasser und Informationen zum Thema Sonnenschutz.

Die Aktion STADTRADELN geht bis zum 21. Juni 2018. Es können sich alle Bürgerinnen und Bürger, die im Landkreis Dahme-Spreewald wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen, registrieren lassen. Sie sind aufgerufen, sich unter www.stadtradeln.de/landkeis-dahmespreewald/ anzumelden, ein Team zu gründen oder einem bereits bestehenden Team beizutreten und drei Wochen lang alle geradelten Fahrradkilometer online festzuhalten. Das Stadtradeln ist eine Kampagne des Klima-Bündnisses, dem größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas, dem rund 1700 Mitglieder in 26 Ländern Europas angehören.

red

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