Unbeschwerte Ferien am Hölzernen See

Pepe auf dem Platz der Bürger der Bunten Republik im KiEZ am Hölzernen See. Foto: R. Münch

Entlastung für Mitarbeiter des Klinikums Dahme-Spreewald   

Die Kinder haben Ferien, die Eltern noch nicht oder nicht mehr. Für Beschäftigte des Klinikums Dahme-Spreewald kein Problem, denn schon zum dritten Mal freuen sich ihre Kleinen auf eine Woche „All inclusive“-Spaß im Kinder-und Jugenderholungszentrum (KiEZ) am Hölzernen See.

Die ersten waren die Waldcamp-Kids in der ersten Julihälfte, Zirkus- und Sportcamp sind ebenfalls willkommene Abenteuer. Das Klinikum Dahme-Spreewald spendiert diese Feriencamps, um Eltern zu entlasten, die in dieser Zeit arbeiten müssen. So ist die Ferienwoche eine Erleichterung für die Eltern und ein Riesenspaß mit neuen Freunden und Erlebnissen für die Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren.

„Die Wanderung war am coolsten…“, sagt der eine. „Das Paddeln“,  „das Baden“,  „der Wald“ oder einfach „Alles!“ sagen die anderen. So bunt wie die Republik sind die Erlebnisse der 7- bis 14Jährigen Mädchen und Jungen, die die „Bunte Republik“ des KiEZ bevölkern. Mit einem  selbst gewählten „Gewerbe“ – sei es Zöpfe flechten oder Schmuck herstellen – können sich die Waldcamp-Kids „Waldis“, sozusagen die Währung ihres Sommers,  verdienen. Die wird dann natürlich gleich wieder für Eis, Tischtennis, Cocktails und anderes ausgegeben. Bei der großen Wanderung am Anfang gibt es nur selten Blasen. Dafür sind aber allerlei Tiere im Wald zu sehen. Und spätestens dann klingt meist auch das Heimweh ab. „Im Herzen ist es noch sehr doll, aber ich weine nicht“, gesteht zum Beispiel die neunjährige Lina, „aber alle in Haus 5 sind jetzt meine Freunde.“ Sie knüpft Armbänder und hat schon viele Bestellungen.

Der elfjährige Colin ist schon zum dritten Mal dabei. Er trifft noch Freunde vom ersten Mal und erinnert sich gern an das Sportcamp 2017. Beim Fußball müsse er nicht so viel laufen wie bei der Wanderung, erzählt er. Klar ist für alle: Der Ausklang jeden Abend mit allen KiEZ-Kids, mit Musik und Tanzen beim Lagerfeuer auf dem Platz der Bunten Republik gehört zu den schönsten Erlebnissen.

Für Fußball begeistert sich auch Pepe (7). Er sieht aus wie ein kleiner Professor, möchte aber Fußballer werden. Er freut sich an allem in der Bunten Republik. Und was macht er gern außer Fußballspielen? „Ich gehe immer wieder zu den Obdachlosen und koche mit meiner Schwester für sie“, verrät er seinen verblüfften Zuhörern. „Wir spielen auch mit ihnen und reden, denn sie übernachten bei der Kältehilfe. Und Weihnachten helfe ich dem Weihnachtsmann beim Geschenke verteilen.“ Ein bemerkenswertes ehrenamtliches Engagement für sein Alter.

Von viel ehrenamtlichem Engagement lebt auch das KiEZ am Hölzernen See. Lulu, Betreuerin nicht nur der Kinder aus dem Klinikum Dahme-Spreewald, ist seit zwei Jahren Teamleiterin im KiEZ. Als Kind verbrachte sie einen Teil ihrer Ferien hier, dann wurde sie freiwillige Helferin und machte schließlich eine Ausbildung zur Jugendleiterin. Jetzt nimmt sie sich Urlaub von ihrem Erzieher-Beruf, um den Ferienkindern Natur und Umwelt näherzubringen, bei denen sie sich zugleich soziale und interkulturelle Kompetenzen aneignen können. So wie Lulu begeistern sich immer wieder Jugendliche für die Arbeit mitten im Wald und am See.

Die Kinderferien gehören beim Klinikum Dahme-Spreewald zu den Maßnahmen im Rahmen des Zertifikats „berufundfamilie“. Inzwischen warten die Mitarbeiter  auf die Ankündigung dieser Termine genauso wie auf die Brandenburger Familienpässe, die Eltern und Großeltern, die im Klinikum arbeiten, jährlich als Geschenk erhalten.

R. Münch

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