Viel Dynamik in der Region

Gefragter Wirtschaftsstandort LDS - der Neubau des Fraunhofer-Gebäudes in Wildau. Foto: T. Müller

Der Landkreis zog eine positive Jahresbilanz 

„Ich mache mir keine Sorgen“, sagte Landrat Stephan Loge zu Beginn der Jahresbilanz des Lankreises Dahme-Spreewald, die er und seine Dezernenten in der vergangenen Woche zogen. Das bezog sich zwar explizit auf die gerade eingegangene taufrische Meldung, dass der Freizeitpark Tropical Island vor dem Verkauf steht. „Der neue Eigentümer will kräftig investieren und den Ausbau des Außengeländes forcieren“, sagte der Landrat, „für die gut 600 Leute, die dort beschäftigt sind, und auch für den gesamten Landkreis ist das eine gute Nachricht.“

Den Millionendeal – die Rede ist immerhin von einer Verkaufssumme von über 220 Millionen Euro und Investitionsvorhaben im Umfang von  rund 300 Millionen Euro – könne man durchaus als Fingerzeig für die Bewegung und die Dynamik sehen, die insgesamt im Landkreis steckt. Ein Plus von 20 Millionen Euro im Kreishaushalt, rund 2000 neue sozialversicherte Beschäftigungsverhältnisse, ein Zuwachs von 5100 Einwohnern, die Erweiterung der Schulkapazitäten, die Weichenstellungen für die neue Erzieherausbildung am Oberstufenzentrum des Landkreises in Königs Wusterhausen, der Start eines Medizinischen Versorgungszentrums in Lübben (MVZ) – das alles, so resümierten der Verwaltungschef und die Ressortleiter, seien im 25. LDS-Jahr Ergebnisse einer überaus positiven Entwicklung. Dazu zählen auch 2000 neu hinzugekommen Wohneinheiten, auch wenn die den Bedarf bei weitem noch nicht decken. Und endlich konnte man auch für den lang avisierten Breitbandausbau der Region einen konkreten Fahrplan vermelden. Heute wird der Zuwendungsbescheid vom Land Brandenburg über eine Gesamtinvestition von knapp 19 Millionen Euro in Krausnick übergeben. Damit sind – wenngleich auch mit Verzögerungen – alle Voraussetzungen geschaffen, um 5600 Haushalte und Firmen  bis Ende 2020 mit schnellem Internet versorgen zu können. 

Beim Blick voraus ins Jahr 2019 wurden insbesondere die neuen Technologiegebäude in Wildau wie das des Fraunhofer-Instituts oder das Zentrum für Zukunftstechnologien der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, aber auch die Fertigstellung des Gymnasiums in Schönefeld, des Jobcenters in Königs Wusterhausen und von mehreren Rettungswachen im Süden des Landkreises hervorgehoben. Dieses Jahr habe gezeigt, dass auch der Brandschutz noch besser für die Herausforderungen des Klimawandels gewappnet sein müsse. Der Kreis sei zudem gefordert, sich auf die Afrikanische Schweinepest vorzubereiten, die inzwischen von Ost und West immer näher an Deutschland herankommt. Und schließlich stünden auch schon die Kommunalwahlen am 26. Mai 2019 vor der Tür, bei denen unter anderem ein neuer Kreistag gewählt wird. Der Zuschnitt der Wahlkreise musste geändert werden, weil Königs Wusterhausen mit seinen 36000 Einwohnern den Maßstab für die anderen Regionen vorgibt. Die Anzahl der Bewohner je Wahlkreis darf nur um 25 Prozent differieren. Aus diesem Grund wurden die fünf Wahlkreise Eichwalde, Schulzendorf, Zeuthen, Wildau (Wahlkreis I); Stadt KW und Ortsteile (Wahlkreis II); Schönefeld, Bestensee, Mittenwalde (Wahlkreis III); Heidesee, Schenkenländchen, Unterspreewald, Märkische Heide (Wahlkreis IV) sowie Lübben, Luckau, Lieberose und Heideblick (Wahlkreis V) festgelegt. 

TM

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