Vielfalt im Advent

Feiern, Schlemmen, Baum schlagen zwischen Friedersdorf und Prieros 

Erlebnisreiche Adventstage liegen hinter den Ortschaften der Gemeinde Heidesee. Der stimmungsvolle  Weihnachtsmarkt am zweiten Adventswochenende rund um die Friedersdorfer Kirche mit lebendiger Krippe, Handwerkermarkt und vielfältigen Kulturprogramm ließ die Herzen ebenso höher schlagen wie das romantische Weihnachtskonzert mit den Happy Tones am zurückliegenden Sonnabend im Gemeindezentrum Prieros. Ob Adventsbasar in der Schule, Weihnachtsfeier im Seniorenclub, Familienspektakel im KiEZ Hölzerner See – es war für alle Alters- und Interessengruppen etwas dabei.   

Und viele Familien nutzten auch mit Kind und Kegel die Gelegenheit, mit der Bindower Feuerwehr  im Forst Blossiner Heide einen Weihnachtsbaum selber zu schlagen. Da wurden nicht nur Säge und Axt geschwungen, da loderte auch ein Feuerchen, die Gulaschkanone duftete, der Glühwein dampfte. Immer mehr Menschen lieben es – nicht selten mit roten Zipfelmützen auf dem Kopf –  sich ihren Weihnachtsbaum frisch aus dem Wald zu holen. Die Förster des Landesbetriebes Forst und private Waldbesitzer machen die eigene Ernte möglich. Die im Wald ausgesuchten Christbäume gehören mittlerweile in vielen Weihnachtsstuben so selbstverständlich dazu wie Räucherduft und Gänsekeule. An Baumarten sind einheimische Nadelgewächse wie Kiefer oder Fichte besonders gefragt. Aber längst haben insbesondere die privaten  Betreiber auch große Bestände an Nordmanntannen und Douglasien aufgebaut, so dass die Auswahl im Wald genauso vielfältig ist wie bei den Baumhändlern in den Orten.  So gedeihen hier auf märkischer Scholle die „Nordmänner“ genauso gut wie anderswo. Sie brauchen halt nur etwas länger, um auf ihre zwei Meter zu kommen. Das ist die am Häufigsten nachgefragte Baumgröße, für die hierzulande in der Regel um die zwölf Jahre Wachstumszeit benötigt werden. Die Preise schwanken je nach Baumart und Größe zwischen  10 und 25 Euro.  Das ist nicht billiger als beim herkömmlichen Baumverkauf. Aber zum Sparen kommen die meisten Freizeit-Baumfäller auch nicht in den Wald. Sie schwören als Lokalpatrioten auf ihren regionalen Biobaum und stoßen nach erfolgreicher Arbeit gern noch am wärmenden Feuer mit einem Glühwein auf ihn an. 

TM

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