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bis zum Sonnenbild

Vom chaotischen Doppelpendel 
bis zum Sonnenbild

Auch Jungforscher aus LDS fahren zum Landesausscheid von „Jugend forscht“

Die monatelange Fleißarbeit hat sich gelohnt. 18 von insgesamt 56 Projekten junger Brandenburger Forscherinnen und Forscher haben sich jüngst für den Landeswettbewerb Brandenburg „Jugend forscht 2019“ qualifiziert. Die Sieger konnten sich über Geld- und Sachpreise freuen. Das Motto in diesem Jahr: „Frag Dich!“ Förderer und Ausrichter des Wettbewerbstages war traditionell das Energieunternehmen EWE.

Die Jury aus Pädagogen, Praxisexperten und Wissenschaftlern war von den kreativen und ausgefallenen, aber auch zeitgemäßen Projektpräsentationen im Zentrum für Erneuerbare Energien „Hermann Scheer“ in Eberswalde sehr angetan. Es gebe viele clevere Ideen und Potenzial zum Fortsetzen der Arbeiten. Die Bewertung der Projekte aus den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik fiel entsprechend positiv aus. Für die 18 gekürten Siegerprojekte geht es am 2. und 3. April beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ in Schwarzheide weiter. Dort qualifizieren sich die Besten für das 54. Bundesfinale, das vom 16. bis 19. Mai in Chemnitz stattfindet.

Beim Ostbrandenburger Regionalwettbewerb bewiesen die 80 Jungforscherinnen und Jungforscher auf vielfältige Art und Weise, dass Forschen nicht nur spannend ist, sondern auch Spaß und Erfolg bringt. So zeigte Jonas Gericke aus Wildau ein chaotisches Doppelpendel als Grundlage eines neuen Verschlüsselungsverfahrens. Die Jury war beeindruckt, wie tief er die komplexen wissenschaftlichen Zusammenhänge in eine funktionsfähige Anwendung umsetzen konnte und nominierte den Mathematiker für den Landeswettbewerb. Die Neuenhagenerin Jessika Maxime Langner illustrierte mit eindrucksvollen eigenen Sonnenbildern die Fragestellung der Strukturveränderung und Geschwindigkeiten von heftigen Materieströmen auf der Sonne. Daraus leitete sie die Kinematik der Sonnenausbrüche ab und überzeugte die Jury von ihrer Arbeit. Mit einer Wärmespeicher-Methode aus dem Vulkangestein Zeolith beschäftigten sich die drei Lausitzerinnen Nadine Reichelt, Lea Kerstan und Lilli Rauhut. Sie testeten dazu eigene Versuchs-Apparaturen und kamen zu dem Schluss, dass ihr Prinzip beispielsweise bei der Ausstattung von Skibekleidung anwendbar wäre. So könnten Verunglückte ihre feuchte Atemluft in ihre Kleidung atmen und sich bis zur Rettung warmhalten. Für die drei jungen Frauen gab es zusätzlich zur Nominierung den Preis für Erneuerbare Energien.

Die beiden Jungforscherinnen Maja Burkert und Thessa Howaldt aus Frankfurt (Oder) beschäftigten sich mit dem Wandel der Vegetation auf der Oderinsel Ziegenwerder im Vergleich zu 1994. In bemerkenswerter Feldarbeit untersuchten sie die Pflanzenvielfalt. Um dies auch den Besuchern der Oderinsel zu vermitteln und über den Auenwald zu informieren, haben sie zudem eine neue Karte für den Ziegenwerder angefertigt. Das Projekt überzeugte die Jury außerordentlich. Sie ehrte die Gymnasiastinnen zusätzlich mit dem Sonderpreis der Brandenburgischen Bildungsministerin.

Gastgeber Dr. Ulrich Müller, EWE-Generalbevollmächtigter, zeigte bei der feierlichen Preisverleihung größten Respekt gegenüber dem begabten Brandenburger Nachwuchs. „Ich bin begeistert über das naturwissenschaftliche Interesse so vieler Schülerinnen und Schüler“, sagt er. „Viele kluge Köpfe haben heute gezeigt, dass es bei ‚Jugend forscht‘ längst nicht nur um reine Wettbewerbsbeiträge geht, sondern auch darum, unsere Zukunft mitzugestalten und Ideen zu verwirklichen.“ Auch Brandenburgs Bildungsstaatssekretär Dr. Thomas Drescher war sehr angetan von der Qualität der Wettbewerbsbeiträge. Er rief die Brandenburger Jugend dazu auf, sich weiter auszuprobieren: „Jugendliche sind heute auf vielen Gebieten unterwegs. Sie hinterfragen das Gewohnte, verlassen die eingefahrenen Gleise des Denkens“, betonte er. In Brandenburg sei „Jugend forscht“ ein seit Jahren etabliertes Instrument, um Begabungen und Talente zu entwickeln und sie gezielt sowohl an der Spitze als auch in der Breite zu fördern. „Zudem schärft dieser Wettbewerb das pädagogische Profil der Schulen. Ich danke der EWE AG herzlich für ihr großartiges Engagement, das dem Forschergeist immer wieder neue Türen öffnet.“ Weitere Informationen zum Wettbewerb und zu den Nominierten gibt es unter www.jugend-forscht.de. RED / PI EWE

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