Vom Gin bis zum Burger – alles Bio

Die Schlepziger Spreewood Distillers GmbH, Gewinner des Zukunftspreises Brandenburg 2022, nutzt die große Bühne der Grünen Woche, um sich und ihre Produkte zu präsentieren. Foto: Grüne Woche

Die Region punktet mit nachhaltig hergestellten Produkten auf der Landwirtschafts- und Ernährungsmesse

Nach zweijähriger Messepause öffnen sich vom 20. bis 29. Januar 2023 wieder die Türen der Internationalen Grünen Woche. Das Berliner Messegelände unterm Funkturm wird wieder zum Treffpunkt für alle, die sich für die Themen Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau interessieren.

Was sich regional in der Landwirtschaft sowie zu Themen wie ökologischer, nachhaltiger Landbau tut, darüber informiert die Brandenburg-Halle 21a. So präsentiert die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V. an ihrem Stand 152 interessante Firmen und Produkte, die mehr Bio-Qualität aus der Region auf den Esstisch bringen. Mit dabei ist zum Beispiel aus der Dahme-Region die Spreewood Distillers GmbH Schlepzig, die den Zukunftspreis Brandenburg 2022 gewonnen hat und auf der Grünen Woche einen Bio-Gin vorstellt. Die Bio4Friends-Naturfleischerei Schönefeld offeriert Bio-Burger mit Roastbeef und informiert über ihre mobile Schlachtung mit Weideschuss. Aber auch andere Brandenburger Regionen punkten mit Bio-Brot mit Dinkel-Ruchmehl aus der Uckermark, mit fahrbaren Hühnerställen und Bio-Eiernudeln aus der Prignitz, mit Bio-Tempeh, einer fermentierten Proteinbombe aus Soja, Kichererbse und Co. aus Oder-Spree oder Bio-Salaten wie einem Belugalinsensalat mit Orangen-Curry-Dressing aus Teltow-Fläming. Der Montag, 23. Januar, ist übrigens der Brandenburg-Tag, der mit reichlich politischer Prominenz begangen wird. Dann verleiht Landwirtschaftsminister Axel Vogel auch den ersten Unternehmen offiziell das Qualitätssiegel „Bio Brandenburg. Gesicherte Qualität“. Der Brandenburger Bio-Gemeinschaftsstand wird von FÖL e.V. in Zusammenarbeit mit den regionalen Anbauverbänden Bioland, Biopark,
Demeter, Naturland und Verbund Ökohöfe organisiert.

Das große, übergeordnete Thema der diesjährigen Grünen Woche sind die Herausforderungen der Landwirtschaft in Deutschland. Wie können wir uns nachhaltiger ernähren? Weshalb ist Klimaschutz wichtig? Kann Wiederverwerten Spaß machen? Die Messe spiegelt die aktuellen gesellschaftlichen Debatten wieder – zum Beispiel in der neuen Themenwelt „grünerleben“ in der Halle 27. Besucherinnen und Besucher finden hier Upcycling Möbel, -Accessoires oder auch Second Hand Kleidung. Unter dem Motto „Wiederverwenden statt wegwerfen“ können Interessierte aus erster Hand erleben, wie viel Kreativität und Potenzial in gebrauchten Gegenständen steckt.

In Halle 23a nimmt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Transformation der Agrar- und Ernährungswirtschaft von zukunftsfester Tierhaltung bis zu nachhaltiger Ernährung in den Fokus. Das Bundesumweltministerium klärt in der Halle 27 auch anhand von vielen Mitmach-Angeboten über Natürlichen Klimaschutz auf. Das Bundesentwicklungsministerium stellt in der Halle 10.2 am Beispiel von Kaffee und Kakao vor, wie faire und nachhaltige Produktionsbedingungen aussehen können.

Zudem versprechen die internationalen Aussteller aus 65 Ländern eine Weltreise von A wie Ägypten und Algerien bis V wie Venezuela und Vietnam. Die Besucherinnen und Besucher erleben hier nicht nur regionale Spezialitäten, sondern bekommen einen Eindruck von Land und Leuten.

Vegane Lebensmittel sind hoch im Trend. Einige neue Kreationen können Besucherinnen und Besucher in Halle 3.2 bei der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie und dem Lebensmittelverband unter dem Motto „Wie schmeckt die Zukunft?“ kennenlernen. Hier gibt es außerdem Algen-Riegel, vegane Milchalternativen aus Kokos und Hafer und vieles mehr zu entdecken und probieren. Wer Streetfood aus aller Welt kennenlernen möchte, ist in der Markthalle 1.2a richtig.

Die Tierhalle 25 zeigt sich in diesem Jahr erstmals mit komplett neuem Konzept: Die Tiere haben mehr Platz und Ruhe. Die menschlichen Gäste erwartet eine moderne, nach nachhaltigen Prinzipien gestaltete Halle und der unmittelbare Kontakt zu Rindern, Pferden, Schafen und Co. Zum ersten Mal auf der Grünen Woche sind die Spreelandalpakas. Spannende Eindrücke vom Feld und aus dem Stall gibt es auf dem ErlebnisBauernhof in Halle 3.2.. Vom Land ins Wasser geht es beim Fisch-Informationszentrum e.V. in Halle 22a. Auf riesigen Eistischen erleben Besucherinnen und Besucher rund 70 Fisch-, Krebs- und Weichtierarten. Die Sonderschau des Fisch-Informationszentrums e. V. steht im Zeichen des „Blue Food“, Lebensmitteln aus dem Wasser wie Muscheln, Algen oder Schwarmfische, die bei einer hohen Nährstoffdichte einen sehr guten ökologischen Fußabdruck aufweisen. Ein Highlight ist das Reitturnier HIPPOLOGICA. Hier treten vom 27. bis 29. Januar 2023 die besten Reitsportlerinnen und -sportler aus der Region im Springreiten und Fahren in neun Wettkämpfen gegeneinander an.

Ähnlich wie die Tierhalle ist auch die Blumenhalle in Halle 2.2 ein traditioneller Publikumsmagnet der Grünen Woche. Dieses Jahr steht die Blumenhalle unter dem Motto „Wild about nature“ mit tausenden Gehölzen, Frühblühern und exotischen Kakteen. Fotospots laden Besucherinnen und Besucher zu ausgefallenen Schnappschüssen ein. Eine Übersicht über alle Aussteller finden Besucherinnen und Besucher auf www.gruenewoche.de. Die Grüne Woche setzt dieses Jahr zum ersten Mal komplett auf Online-Tickets. Eintrittskarten können auf www.gruenewoche.de/tickets erworben werden. An den Eingängen zur Messe stehen Helpdesks zur Verfügung. Tageskarten kosten 15 Euro. Die Messe ist täglich von 10 bis 18 Uhr, am Freitag, 27. Januar, von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

RED