Vorreiter für Grüne Energie

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Aufsichtsratsvorsitzender Manfred Paasch, WKW-Geschäftsführer Werner Lieckefett und Bürgermeister Swen Ennullat nehmen das neue BHKW der WKW in Betrieb. Fotos (2): V. Elbe

Mit der Inbetriebnahme des neuen Blockheizkraftwerks (BHKW) in der Schillerstraße begeht die WKW ihr 25. Firmen-Jubiläum

DT | KaWe-Kurier online
Werner Lieckefett (l) und Swen Ennullat (r.) übergeben Daniel Gensigk einen Scheck über 3000 Euro für „Sport in KW“.

Am vergangenen Dienstag beging die Wärmeversorgungsgesellschaft Königs Wusterhausen (WKW) feierlich ihr 25. Firmen-Jubiläum. Zu Beginn des Abends begrüßte WKW-Geschäftsführer Werner Lieckefett die anwesenden Gäste, konkret die Vertreter der Gesellschafter Edis, EWE und der Stadt Königs Wusterhausen sowie viele langjährige Geschäftspartner und seine Mitarbeiter, die er über die vielen gemeinsamen Jahre als „WKW-Familie“ bezeichnete.

Dann kündigte er noch einen ganz besonderen Gast an. „Schließlich wollen wir heute unser BHKW in der Schillerstraße in Betrieb nehmen“, so Werner Lieckefett, „das geht nicht ohne den TÜV. Also begrüßen Sie mit mir den Mann vom TÜV!“ Der kam dann auch gleich in grauem Arbeitskittel, mit Kladde in der Hand und einem merKWürdigen Buzzer unterm Arm. „Damit werden wir gleich das neue BHKW starten“, sagte „der Mann vom TÜV“ und forderte Werner Lieckefett auf, schon einmal seine „Drückerkolonne“ für die Inbetriebnahme zusammenzusuchen. Bei der darauf folgenden „Live-Schaltung“ konnten die Gäste den Check-up des neuen Kraftwerks am Stammsitz der WKW in der KWer Schillerstraße verfolgen. Danach schritten Werner Lieckefett, Bürgermeister Swen Ennullat und der Aufsichtsratsvorsitzende der WKW, Manfred Paasch, zur Tat. Mit dem gemeinsamen Knopfdruck sprang die Maschine an. „Der Mann vom TÜV“ – die meisten Gäste hatten ihn längst als Peter Bodenstein vom KWer Kabarett märKWüdig erkannt – verabschiedete sich zum Protokoll schreiben in den Nachbarraum.

Nun war Zeit und Gelegenheit für Grußworte. So beglückwünschte Bürgermeister Swen Ennullat die WKW zu ihrem Firmenjubiläum und zur erfolgreichen Inbetriebnahme des neuen BHKW. Als Geheimnis des Erfolgs machte er „klare Ziele und deren mutige Umsetzung“ aus. Insbesondere sprach er die hohe Ökologie und Umwelteffizienz der WKW Fernwärme an. „Der Primärenergiefaktor 0,36 ist beispielhaft“, so Ennullat. Dieser werde bei der künftigen Energiestrategie der Stadt eine entscheidende Rolle spielen, ergänzte der Bürgermeister. Persönlich sprach er den WKW-Geschäftsführer an: „Herr Lieckefett, das ist Ihr Lebenswerk.“ Am Ende seiner Rede lobte er die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der WKW und betone, diese auch in Zukunft erfolgreich fortsetzen zu wollen.

Darauf ergriff der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Paasch das Wort. „Ich habe lange überlegt, was ich bei all dem Lob heute an der WKW kritisieren könnte. Mir ist nichts eingefallen“. Die WKW sei ein grundsolides und effizient arbeitendes Unternehmen und ein zuverlässiger Versorger für die Bevölkerung in und um Königs Wusterhausen, so Manfred Paasch weiter. Dann ging er auf einige Höhepunkte der Unternehmensentwicklung ein. „Als die WKW 2008 ein Bioerdgas-BHKW am Standort Schenkendorfer Flur in Betrieb nahm, war dies das erste im Land Brandenburg.“ Und dann fiel das Wort, welches an diesem Abend noch des Öfteren Verwendung finden sollte. „Die WKW war damit ein Vorreiter für Grüne Energie und somit bei der erfolgreichen Umsetzung der Energiewende“, so der Aufsichtsrat. Am Ende versicherte auch er: „Die Gesellschafter und die WKW wollen die erfolgreiche Arbeit auch in Zukunft fortsetzen“.

Dann hatte „der Mann vom TÜV“ seinen zweiten Auftritt. Auf humoristische Weise ging er auf einige Höhepunkte der Unternehmensgeschichte der WKW und deren wesentliche Protagonisten ein. So erinnerte er unter anderem an das „Löschen“ des letzten Kohleofens 1994 durch den damaligen Bürgermeister Jochen Wagner, an die verschiedenen BHKW-Inbetriebnahmen der letzten Jahre und an den Ausbau des Fernwärmenetzes zum Funkerberg, als höchste Erhebung unserer Stadt. Diese „lange Leitung“ sprach er, mit einem Augenzwinkern, maßgeblich dem ehemaligen Bürgermeister Dr. Lutz Franzke zu. Den aktuellen Bürgermeister Sven Ennullat beglückwünschte er zur erfolgreichen Fernwärme-Erschließung des Technologieparks Funkerberg, natürlich nicht ohne ihm „seinen Willen zu äußern, dass seine Anwesenheit auch bei künftigen Inbetriebnahmen erforderlich zu sein hat“.

Am Ende des offiziellen Teils ergriff der Gastgeber Werner Lieckefett noch einmal das Wort.

„Ich bedanke mich bei allen unseren Kunden, unseren Partnern und Dienstleistern für die gemeinsamen 25 Jahre. Modernste Technik ist wichtig, aber ebenso wichtig sind die Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten“, so der WKW Geschäftsführer. „Wir wollten immer am Puls der Zeit bleiben. Und wer dies schafft, überzeugt auch neue Kunden. Das ist unser Erfolgsgeheimnis“, so Lieckefett abschließend.

Später am Abend meldete sich noch ein weiterer Gast zu Wort. Daniel Gensigk, der Koordinator der Initiative „Sport in KW“, nutze die Gelegenheit, um sich bei der WKW für ihr Engagement zu bedanken. „Die WKW ist von Anfang an als Hauptsponsor und Partner unserer Initiative dabei“, sagte Daniel Gensigk und hob besonders das Engagement der WKW für den Nachwuchssport in der Stadt hervor.

In den Einladungen zu diesem Abend hatte die WKW die Gäste gebeten, auf Geschenke und Blumen zu verzichten und dafür mit einer Spende „Sport in KW“ zu unterstützen. Insgesamt kamen 3000 Euro zusammen. Den Scheck übergaben Werner Lieckefett und Sven Ennullat unter viel Applaus an Daniel Gensigk.

Mit vielen interessanten Gesprächen ging die Festveranstaltung zum 25. Firmen-Jubiläum der WKW schließlich zu Ende. Ein denkbar gelungener Abend: feierlich, informativ und überaus unterhaltsam. T + F: VE

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