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Wer viel Lärm macht, muss mehr bezahlen

Flughafengesellschaft baut Fluglärm-Messnetz am BER aus 
Neue Messstelle in Ragow

Im Dezember 2020 wurde das Netz der Fluglärmmessstellen rund um den Flughafen Berlin Brandenburg um drei neue Messstellen erweitert. Am vergangenen Freitag kam die Messstelle Nummer 34 in Ragow auf dem Grundstück von Bürgermeisterin Maja Buße dazu.

Die weiteren neuen Messstellen stehen in Königs Wusterhausen auf dem Gelände des Museums Funkerberg, am Müggelsee auf einem Gebäude des Lehrkabinetts Teufelssee sowie in Boddinsfelde auf dem Reiterhof.

Anfang 2021 kommen vier weitere Messstellen im öffentlichen Straßenland entlang der Flugrouten der südlichen Start- und Landebahn des BER hinzu. Insgesamt messen dann 30 stationäre Messstellen den Fluglärm am BER. Zusätzlich werden durch die Flughafengesellschaft monatlich wechselnde mobile Fluglärmmessungen mit zwei Messstationen im Umfeld des BER durchgeführt.

Die Messwerte werden jede Sekunde rund um die Uhr erfasst. Daraus wird der Maximalpegel pro Überflug sowie der Dauerschallpegel pro Tag, Nacht, Monat und Jahr ermittelt. Alle Messwerte können online abgerufen werden. Unter travisber.topsonic.aero werden aktuelle Flugspuren und Messwerte veröffentlicht. Unter laerm.berlin-airport.de sind Monatsberichte und Jahresbericht zu finden.

Der Bereich Umwelt nnd Schallschutz der Flughafengesellschaft übernimmt die tägliche Funktionskontrolle der Messstellen, die manuelle Prüfung aller zugeordneten Messwerte sowie die zweimal jährliche Wartung vor Ort mit Kalibrierung. Zudem erfolgt alle zwei Jahre eine Eichung der Messkette. Die Technik der neuen Messstellen wurde aus Tegel übernommen, so dass die Errichtung nur die Hälfte der sonst anfallenden Kosten erforderte. „Die Fluglärmmessung ist ein wichtiger Bestandteil der Flughafengesellschaft im Bemühen um Transparenz sowie bei der Reduzierung von Fluglärm“, sagt Michael Halberstadt, Geschäftsführer Personal der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH. „Bereits seit 2005 erheben wir zudem lärmbezogene Entgelte und werden dieses System weiter verbessern. Wer viel Lärm macht, muss auch deutlich mehr bezahlen.“

RED / PI FBB

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