Wiesenhof will mehr schlachten

Märkische Geflügelhof-Spezialitäten GmbH stellt Antrag auf Erhöhung seiner Schlachtkapazität

Die Märkische Geflügelhof-Spezialitäten GmbH (MGS) hat bei dem Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz einen Antrag auf Erhöhung der täglichen Schlachtmenge auf 620 Tonnen Lebendgewicht gestellt. Dies bedeutet eine Steigerung von rund 160000 Tiere auf rund 230000 Tiere pro Tag. „Wir stellen diesen Antrag im Wesentlichen aus drei Gründen“, erklärt Gerhard Heil, Geschäftsführer der MGS. “Zum einen soll die Erhöhung der Schlachtmenge die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit ermöglichen und somit der Sicherung des gesamten Produktionsstandortes dienen. Zum anderen müssen wir auf aktuelle und zukünftige Marktentwicklungen zeitnah und flexibel reagieren können. Aus dem Kundenverhalten ergibt sich, dass unser Geflügelschlachthof nicht täglich eine gleiche Menge verarbeiten kann, sondern sie tagesaktuell an die Nachfrage anpassen muss. Nicht zuletzt soll durch die Kapazitätserhöhung die Möglichkeit geschaffen werden, innerhalb der PHW-Gruppe kurzfristig den Ausfall von Schlachtkapazitäten – wie bei den beiden vergangenen Bränden in Bogen und Lohne geschehen – zu kompensieren.“

Das Vorhaben wird vom Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz auf seine Umweltverträglichkeit hin überprüft, wobei Auswirkungen des Vorhabens auf Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft untersucht werden. Dabei werden auch Umweltverbände und örtlichen Initiativen eingebunden. „Wir werden hier eng mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten und möchten mit allen Beteiligten in einen konstruktiven Dialog treten“, so Gerhard Heil. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, allen Beteiligten nicht nur die Vorteile unseres Vorhabens zu erläutern, sondern vor allem auch die kritischen Stimmen zu hören und daraus adäquate Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen.“ Sollte die zuständige Behörde dem Genehmigungsantrag zustimmen, sind ausreichend Aufzuchtkapazitäten für die geplante Produktionsmenge vorhanden, sodass die Erhöhung der Schlachtkapazität keine Neugenehmigung von Stallanlagen und damit auch keinen Bau von neuen Ställen erforderlich macht. Darüber hinaus würde die beabsichtigte Erweiterung der Produktion nach heutigem Kenntnisstand zusätzlich bis zu rund 50 Arbeitsplätze schaffen. RED/ PI Wiesenhof