Wir haben jetzt die Macht!

Am 2. Advent übernahmen 300 Azubis aus ganz Deutschland das Höffner-Einrichtungshaus in Berlin-Lichtenberg

Die Azubi-Hausleiter Ronja Clasen und Tim Michels freuen sich über den Schlüssel für das Höffner-Einrichtungshaus Berlin-Lichtenberg.

Eine ganz besondere Atmosphäre lag am 2. Advent über dem Höffner Einrichtungshaus in Berlin-Lichtenberg. Schon seit den frühen Morgenstunden herrschte in allen Abteilungen geschäftiges Treiben. Im Möbelhaus-Restaurant wurden die Tische weihnachtlich dekoriert, in der Küche bereits die Speisen für den Tag vorbereitet. In den Abteilungen wurden Stände für die geplanten Sonder-Aktionen – wie das Fotoshooting mit dem Weihnachtsmann, Kinderschminken, Basteln von kleinen Weihnachtsgeschenken und –Karten und eine Foto-Box für Erinnerungspostkarten – aufgebaut. Darüber hinaus gab es, dem Anlass des Tages entsprechend, einen Informationsstand über die Ausbildung bei Möbel-Höffner. Außerdem galt es, mit einer neuen Plakatierung im gesamten Haus auf den besonderen Tag und die Aktionen hinzuweisen. Die Spannung war förmlich mit den Händen zu greifen!

Kein Wunder, sollten doch an diesem Tag etwa 300 Auszubildende der 2. und 3. Lehrjahre selbständig das Möbelhaus in Lichtenberg führen! Die meisten von ihnen hatten sich erst am Vortag kennengelernt – schließlich kamen die Teilnehmer aus allen 19 Höffner-Standorten aus ganz Deutschland. Und nun ­sollten sie als Team funktionieren und beweisen, dass sie diese große Herausforderung ohne die Mithilfe ihrer Ausbilder und erfahrener Kollegen meistern konnten.

Eine Aufgabe wie diese braucht natürlich einen zeitlichen Vorlauf. Dazu waren die Azubis der 19 Möbelhäuser vor rund einem Jahr aufgefordert, innerhalb von drei Monaten Projektbeschreibungen einzureichen. Die Aufgabe klang so simpel, wie sie in der Umsetzung anspruchsvoll war. Kurz formuliert lautete die Projektaufgabe „Azubis führen ein Möbelhaus: Aber wie?“ Es sollten Konzepte zur Umsetzung eines solchen Hauses entwickelt und konkrete Maßnahmen geplant sowie notwendige Ressourcen kalkuliert werden. Am Ende hatte die Geschäftsleitung 19 Vorschläge auf dem Tisch. Als Kombination aller Vorschläge ist der verkaufsoffene Sonntag in Azubi-Hand entstanden. Dann ging es in die konkrete Umsetzung. 

Neben den Abläufen im Einrichtungshaus musste die Werbung für den verkaufsoffenen Sonntag organisiert werden – ganz klar eine Aufgabe für angehende Mediengestalter und Marketing-Kaufleute. Es wurden Werbespots für den Hörfunk produziert, Zeitungsanzeigen, Plakate und Flyer gestaltet, die Platzierung aller Werbemittel bei Radio, Zeitung und im Umfeld des Einrichtungshauses organisiert. Auch in der Restaurantküche musste eine Menge vorbereitet werden. Für die künftigen Köche und Fachkräfte für Systemgastronomie standen Menüplanung, Lebensmitteleinkauf und ansprechende Präsentation der Gerichte auf dem Programm. Dazu kamen die Mitarbeitereinteilung für Beratung, Verkauf, Logistik und Verwaltung. 

Und nun, am 2. Advent, war es endlich soweit. Um 11 Uhr übergaben Sonja Krieger und Thomas Dankert von der Höffner-Geschäftsleitung den symbolischen Schlüssel des Möbelhauses an die ­Azubi-Hausleiter Ronja Clasen und Tim Michels. Ronja Clasen schloss ihr duales Studium im Juli ab. Sie war maßgeblich an der Entwicklung des Konzepts für den großen Höffner-Azubi-Tag beteiligt. Die junge Frau ist inzwischen als Abteilungsleiterin im Möbelhaus in Köln-Rösrath tätig. „Die Vorbereitung ist gut gelaufen“, schätzte sie ein, „aber vor der Rede, die ich gleich vor über 300 Kollegen halten soll, bin ich schon etwas nervös.“ Musste sie aber nicht, denn ihre Ansprache war begeisternd und motivierend und endete mit dem Satz: „Wir haben jetzt die Macht!“

Tim Michels ist Auszubildender im 3. Lehrjahr in Hamburg-Altenstedt und hatte sich mit einer Video-Bewerbung um den Posten des Hausleiters bemüht. „Wenn schon, dann wollte ich heute eine Führungsposition bekleiden“, sagte der junge Mann. Er begeisterte seine Kollegen mit der Frage: „Seid ihr bereit?“, was mit Applaus und einem lauten „Ja“ aus 300 Kehlen beantwortet wurde.

Und dann gingen um 13 Uhr die Türen des Möbelhauses auf. Die Kunden wurden vom Weihnachtsmann persönlich und  von den Azubis im Foyer und allen Abteilungen mit tosendem Applaus begrüßt. Dann gingen die Azubis an ihre Arbeiten. Professionell berieten sie die Kunden, planten Küchen, präsentierten die Waren, halfen beim Einparken auf dem bald vollständig besetzten Parkplatz oder beim Tragen des Einkaufs zum Auto und betreuten die kleinen Gäste beim Kinderschminken und Basteln – als wäre es ein ganz normaler verkaufsoffener Sonntag. So schätzte es auch die Hausleiterin für einen Tag, Ronja Clasen, ein: „Es läuft routiniert, die Azubis sind freundlich und top-motiviert!“ 

Das fanden auch die Kunden. „Ich bin hier sehr gut beraten worden“, sagte Karin S. aus Berlin, „die Azubi-Aktion finde ich richtig gut.“ Ähnlich sah es auch Familie M. aus Düsseldorf: „Das ist ein erstklassiges Konzept und ein tolles Projekt. Wir finden es gut, dass sich die Auszubildenden heute so richtig beweisen können.“

Auch die 85-jährige Traudel M. gleich aus der Nachbarschaft war begeistert: „So ein toller Empfang! Ich freue mich, dass hier der Nachwuchs zum Zuge kommt.“

T: VE, F: VE, Höffner

Nach kleinen Reibereien haben wir uns zusammengerauft
Maurice Hilgenrath ist Azubi im 2. Lehrjahr in Waltersdorf. Hier erlernt er den Beruf zur Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice. „Ich bin auf Empfehlung von Freunden zu Höffner gekommen“, berichtet er, „und die Ausbildung gefällt mir sehr gut.“ Beim Azubi-Tag ist er im Bereich „Selbstabholer“ eingeteilt. Er hilft beim Einparken und regelt den Verkehr zu den verschiedenen Parkflächen. „Anfangs gab es noch ein paar Reibereien unter uns Azubis. Schließlich kannten wir uns ja vorher nicht. Aber inzwischen haben wir uns zusammengerauft. Ich finde es gut, wenn wir Azubis Verantwortung übernehmen. Die Aufgabe ist anspruchsvoll, aber wir bekommen das hin“, ist der junge Mann überzeugt und fügt an: „Dieser Tag heute bringt mich definitiv weiter!“

Diese Aktion ist einfach cool!
Lisa Johl und Caroline Guse erlernen den Beruf der Kauffrau im Einzelhandel im Möbelhaus in Waltersdorf. Beide sind im 3. Lehrjahr und beiden gefällt die Ausbildung bei Höffner. „Wir sind schon gespannt, wie das heute laufen wird. Aber wir sind nicht nervös, schließlich kennen wir ja ähnliche Situationen aus unserer Arbeit in Waltersdorf“, sind sich beide einig. „Wenn wir uns gegenseitig helfen, dann kriegen wir das schon hin. Zum Azubi-Tag befragt, sagt Lisa Johl: „Diese Aktion ist einfach cool!“

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