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Zeichen für Inklusion gesetzt

Neues Appartementhaus am Fontaneplatz in KW eingeweiht

31 Frauen und Männer haben am Fontaneplatz 12a eine neue Heimat gefunden. In direkter Nachbarschaft zum Bürgertreff, dem Jugendklub Fontane und dem Mehrgenerationenhaus errichtete die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal ein modernes Appartementhaus, das am vergangenen Dienstag offiziell eingeweiht wurde.

In 27 Einzel- und Doppelwohnungen sowie vier rollstuhlgerechten Appartements können Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen ein selbstbestimmtes Leben führen. Sie gehen einkaufen, können sich in ihren eigenen Küchen versorgen und haben dennoch eine fachkundige Betreuung durch insgesamt 28 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Diese sind in einem Drei-Schicht-System rund um die Uhr für die Mieter da. „Die Grundidee ist, dass wir ansprechbar sind, wenn uns die Menschen brauchen. Wir wohnen quasi bei ihnen“, umschreibt es Joachim Rebele, Bereichsleiter Teilhabe der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal Süd-Ost-Brandenburg. Neben den Verwaltungsmitarbeitern stehen u.a. auch Psychologen, Heilpädagogen, Krankenpflegerinnen oder auch Fachkräfte für Krisenintervention zur Verfügung.

Zusätzlich zu den Appartements bietet das Haus einen lichtdurchfluteten Innenhof, eine Dachterrasse und Gemeinschaftsräume mit eingebauten Küchen. Diese Räume sind auch für Familienfeiern geeignet.

Die Bewohner zogen bereits am 14. Februar in das Haus ein und zahlen für ihre Zimmer Miete. „Die Gründe dafür, dass sie bei uns wohnen, sind sehr unterschiedlich. In jedem Fall wollen wir die Menschen ermutigen, perspektivisch auch in eigene Wohnungen zu ziehen, wenn sie sich dafür bereit fühlen“, so Joachim Rebele. Auch ein ambulanter Dienst der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal ist in dem mehrstöckigen Gebäude beheimatet.

Der Landkreis Dahme-Spreewald unterstützt die Mieter und Mietrinnen mit einer Erstausstattungspauschale, die einmalig auf Antrag gezahlt wird. Sie kann von Klientinnen und Klienten in Anspruch genommen werden, die eine Grundsicherung erhalten. Mit dem Geld können Einrichtungsgegenstände wie Waschmaschine, Schlafzimmerschrank sowie Lampen oder Betten gekauft werden.

Zu den Eröffnungsgästen am 1. März zählte neben Rainer Liesegang vom Landesministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz auch die Bürgermeisterin von Königs Wusterhausen, Michaela Wiezorek. „Das Haus ist hell und freundlich. Ich bin sicher, dass sich die Mieter hier schnell sehr wohl fühlen werden. Diese besondere Wohnform bereichert das Umfeld und ist ein tolles Zeichen der Inklusion. Die Mieterinnen können mit den Anwohner rundherum in Kontakt treten. Falls sie einmal in eigene Wohnungen ziehen möchten, ist die Wohnungsbaugesellschaft in Sichtweite ein perfekter Anlaufpunkt“, sagt Michaela Wiezorek.

Für den Neubau am Fontaneplatz wurde im November 2019 das ehemalige Post-Gebäude abgerissen.

RED; PM Stadt KW

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