„Zu Hause bin ich Darling“

Marcus (Bürger Lars Dietrich) und Judy (Judith Richter, hinten rechts) haben einen Faible für die 1950er Jahre. Judys Mutter (Beatrice Richter) findet Nostalgie schlimm und sagt: „Dafür habe ich nicht gekämpft.“ Foto: M. Petersohn

Premiere und Deutsche Erstaufführung in der Komödie am Kurfürstendamm im Schillertheater/ Freikarten für KaWe-Kurier-Leser

Während die meisten Berliner Theater sich in eine sechswöchige Sommerpause verabschiedet haben, dauert die Schließzeit an der Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater nur drei Wochen. In dieser Zeit finden wichtige Bühnenarbeiten statt und auch sonst ist in der Bismarckstraße reger Betrieb: Philippe Besson probt mit einem exzellenten Ensemble, zu dem unter anderem Judith und Beatrice Richter sowie Bürger Lars Dietrich gehören, „Zuhause bin ich Darling“. Premiere ist am 4. August, Voraufführungen finden am 2. und 3. August statt.
„Das Stück hat alles, was man sich von einer guten Komödie wünscht“, schwärmt Theaterchef Martin Woelffer: „Es ist temporeich, witzig, bunt, frech, musikalisch und hält uns ganz nebenbei den Spiegel vor.“ Nicht umsonst wurde Laura Wades Vorlage vor kurzem in London mit dem Laurence Olivier-Award in der Kategorie „Beste neue Komödie“ ausgezeichnet. Um so mehr freut sich der Theaterdirektor darüber, dass es ihm gelungen ist, die Rechte für die Deutsche Erstaufführung für Berlin zu sichern. In dem Stück geht es um das Paar Johnny und Judy, die eine Leidenschaft für die 1950er Jahre teilen, die so weit geht, dass Judy für Johnny ihren Job mit besten Karrierechancen und ihr Leben als selbständige Frau aufgibt. Stattdessen legt sie allen Ehrgeiz in das Ziel, die perfekte Ehe- und Hausfrau zu sein. Doch hinter den gebügelten Karo-Vorhängen gerät die häusliche Idylle allmählich außer Kontrolle. Alex, Johnnys neue Chefin, ist daran nicht ganz unschuldig. Judys Mutter Sylvia, die ihre Tochter in einer Kommune hat aufwachsen lassen, schämt sich für das Doris Day-Paradies ihrer Tochter und findet: „Für das hier habe ich nicht gekämpft.“ Zum Ensemble gehören Judith und Beatrice Richter, Bürger Lars Dietrich, Niklas Kohrt, Katrin Hauptmann und Natalie Mukherjee. Philippe Besson, der an der Komödie am Kurfürstendamm bereits den Erfolg „Roter Hahn im Biberpelz“ inszenierte, führt Regie. „Zuhause bin ich Darling“ nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise in die 50er-Jahre, eine Zeit, in der eine Firma wie Dr. Oetker einen Pudding so bewerben konnte: „Eine Frau hat hat zwei Lebensfragen. Was soll ich anziehen und was soll ich kochen.“ Früher war eben doch nicht alles besser und die Rückkehr an den Herd ist auch keine Lösung …. Insgesamt zeigt sich Theaterleiter Martin Woelffer in einem Rückblick auf die vergangene Spielzeit, die erste am neuen Standort der Komödie im Schillertheater, sehr zufrieden. „Von Ende September 2018 bis Anfang Juli 2019 hatten wir hier an der Bismarckstraße mehr als 155000 Besucher. Das übertrifft unsere kühnsten Erwartungen“, sagt er. Zu den Publikumsrennern in der Spielzeit 2018/2019 gehörten unter anderem Woelffers Inszenierung von „Willkommen bei den Hartmanns“ und Coline Serreaus „Hase Hase“. Die Produktion, in der alle drei Thalbachs, die Halbbrüder Philippe und Pierre Besson sowie die Brecht-Enkelin Johanna Schall auftraten, steht auch in der Saison 2019/2020 wieder auf dem Spielplan. RED

Der KaWe-Kurier verlost für die Vorstellung von „Zu Hause bin ich Darling“ am Sonnabend, 10. August, 20 Uhr,  3×2 Freikarten unter seinen Lesern. Bewerbungen mit Angabe des vollen Namens, der Rufnummer oder/und Email-Adresse  bitte per Email an anzeigen@elroverlag.de oder per Post an KaWe-Kurier, Eichenallee 8, 17511 Königs Wusterhausen. Einsendungen bis zum 30. Juli werden berücksichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.