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Freitag, Februar 23, 2024
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Zum Brüllen

Es heißt, wenn Dummheit weh täte, würde ein lautes Geschrei und Gebrüll von manchem Politiker anheben. Die grüne Ricarda Lang ist Co-Vorsitzende ihrer Partei. Sie postuliert häufig selbstgefällig Unsinn. Wie jetzt bei Lanz zur Rente. Lang sollte schätzen, wie viel Rentner so bekommen. Sie wusste es nicht und schätzte dann: „Ungefähr 2.000 Euro.“ Zum Brüllen: Ist sie so unwissend oder stellt sie sich nur so dumm? Egal wie. Wenn man von etwas keine Ahnung hat, ist das nicht so schlimm. Schlimm ist es erst, wenn man dann den Mund nicht halten kann. Aber wie soll sie, die nie gearbeitet hat, und jetzt mit 30 schon alle Politiker-Vergünstigungen einsackt, auch wissen, dass die allermeisten keine 1.500 Euro haben. Nach 45 Arbeitsjahren. Wie weit Politiker wie die grüne Spitzenfrau sich von der Lebenswirklichkeit entfernt haben, belegt Lang auch lang und breit mit ihren Einlassungen zu einem „Bauernsoli“. Der von allen bezahlt werden soll. Damit soll den Landwirten geholfen werden, ihre Ställe so umzubauen, dass die Tiere „artgerecht“ aus grüner Perspektive gehalten werden können. Wie sagte der Freie Wähler-Chef Aiwanger: „Die Grünen sind der Partei gewordene Unsinn.“ Zuletzt beschlossen die Brandenburger Grünen ohne Gegenstimmen ihr Landtagswahl-Programm. Darin wird klargestellt, dass sie der Meinung sind, Abschiebungen seien keine Lösung für die aktuellen Migranten-Herausforderungen. Stattdessen wollen die Grünen landesweit „Willkommenszentren“ schaffen. Eine aktuelle INSA-Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Bürger wie auch der Grünen-Wähler selbst in Brandenburg das Gegenteil will. 51 Prozent befürworten demnach eine härtere Asylpolitik und 65 Prozent möchten, dass die Grenzkontrollen zu Polen beibehalten werden. Was die Grünen nicht wollen. Ein „besorgter Bürger“ bittet nun in einer Petition den Deutschen Bundestag darum, „beim Bundesverfassungsgericht einen Verbotsantrag gegen die Partei Bündnis 90/Die Grünen“ einzureichen. Die Grünen betrieben „Asylmissbrauch“, sorgten dafür, dass Arbeit sich nicht mehr lohne und verbreiteten apostolisch eine „woke-­gegenderte Un-Kultur“. Man dürfe nicht zulassen, dass „eine einzelne Partei unsere Freiheiten einschränkt und unseren Wohlstand gefährdet“. Eine Petition für das Verbot der Partei Bündnis 90/Die Grünen hat binnen drei Monaten über 16.000 Unterstützer gefunden. Ab 50.000 Unterschriften müsste sich der Bundestag mit dem Anliegen befassen.

Lang sieht das anders. Die Proteste der Landwirte, der Spediteure, der Gastronomen, das Umfragetief der Ampel-Parteien: Das alles liegt nach ihrer Ansicht nicht an der Politik der Bundesregierung, sondern in erster Linie an der „nicht wirklich guten“ Kommunikation. Lang glaubt: Die Politik der Ampel ist eigentlich großartig. Aber wir verkaufen sie nur schlecht. Das ist nicht nur billig, sondern auch zum Brüllen arrogant. Und überhaupt.

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