Zwischen Kindheit und Erwachsensein

Mehrere tausend Mädchen und Jungen begehen Jugendfeiern und Jugendweihe in der Region

Über 550 Mädchen und Jungen werden in diesem Jahr beim Humanistischen Regionalverband Ostbrandenburg e.V. die JugendFEIER erleben. Der Auftakt wurde in der vergangenen Woche mit einem stimmungsvollen Fest in der „Stadthalle“ Erkner vollzogen.

Bis in den Juni hinein erleben die Heranwachsenden und ihre Familien bei 11 Festveranstaltungen in Fürstenwalde, Lübben und Zeuthen die Revue „Zwischen nicht mehr und noch nicht“. Die Jugendweihe gibt es seit 1921 in der Königs Wusterhausener Region und hatte bis zum Verbot durch die Nationalsozialisten 1933 stetig wachsenden Zulauf. Nach dem Krieg gab es in den Westsektoren wieder Jugendweihen. Bis 1954 war die Jugendweihe in Ostdeutschland nicht gewünscht; ab 1955 bis zur Wende wurde die Jugendweihe in der DDR politisch genutzt. Seit 1991 organisiert der Humanistische Regionalverband Ostbrandenburg Jugendfeiern in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Oder-Spree. Die Feiern und Vorbereitungsveranstaltungen greifen das Lebensgefühl der Heranwachsenden auf und stellen Grundwerte wie Toleranz und Akzeptanz sowie die allgemeinen Menschenrechte in den Mittelpunkt. Das von der jungen Künstlertruppe „Grooves in Motion“ gestaltete Originalprogramm erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Über 135000 Menschen erlebten bisher die Jugendfeiern beim Regionalverband. Wie in den letzten Jahren auch, werden wieder verschiedene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens als Ehrengäste an den JugendFEIERN teilnehmen, um den Mädchen und Jungen durch die Übergabe der Erinnerungsurkunden ihre Wertschätzung zu erweisen.

Ein weiterer Veranstalter von Jugendweihen in der Region ist der Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg. Bis zum 22. Juni erwartet er an zehn Frühlingswochenenden rund 28500 Gäste, darunter 3500 Mädchen und Jungen, die ihre Erwachsenenweihe feierlich begehen wollen. Damit führt der öffentlich anerkannte Träger der freien Jugendhilfe die über 165jährige Tradition der Jugendweihe in Deutschland fort. Als einer der Gratulanten und Festredner trat schon Lambert Wolff, Landesschülersprecher und Vorsitzender des Jugendbeirats Königs Wusterhausen, im CineStar Kino Wildau auf. Dabei ging es ihm sowohl ums gebührende Feiern als auch um die wachsende Verantwortung, die der Tag mit sich bringt. 
„Man beendet den Lebensabschnitt der Kindheit und wird ein Stück mehr erwachsen“, sagt er. „Dies verspricht auch Partizipation, auch an der Demokratie und gesellschaftlichen Entwicklung unseres Landes. Auch in diesem Zeichen steht für mich der Tag der Jugendweihe.“ RED